 |  |  | | | Werner Kurt Giesa - Hansdampf in allen Gassen
Mangel an Vielseitigkeit kann man Werner Kurt Giesa nun wirklich nicht vorwerfen. Der
am 7. September 1954 im westfälischen Hamm geborene Romanschriftsteller ist in allen
Genres zu Hause. Bereits in der Schule produzierte er Fanzines und eigene bei
»Terrapress« selbstverlegte Romane, die zum Großteil verschollen sind.
Nach dem Abitur 1974 studierte Giesa Germanistik und Kunst. Durch den Kontakt mit
Jürgen Grasmück, der hauptsächlich als Dan Shocker bekannt wurde, gelang ihm der
Einstieg in die Heftroman-Szene. Zu seinen ersten Veröffentlichungen gehörte sein
Debüt in der Serie »Professor Zamorra«, das er 1977 unter dem Pseudonym Robert
Lamont vorlegte. Giesa wurde zu einem der fleißigsten und inhaltlich konsistentesten
Beiträger der nicht nach Exposé abgefaßten zweiwöchentlich erscheinenden Serie, so
daß er ab 1986 die Serie im Alleingang verfaßte; seit 1998 läßt er sich von anderen
Autoren, darunter Andreas Kasprzak und Claudia Kern, die sich ebenfalls des Lamont-
Pseudonyms bedienen, gelegentlich entlasten.
Der bekennende Fan von Kurt Brand, mit dem ihm auch in dessen letzten Lebensjahren
eine enge Freundschaft verband, legte ab 1979 fünf PERRY RHODAN-Taschenbücher
vor, von denen drei den Brand-Protagonisten Tyll Leyden wieder aufleben lassen und
bewußt in Brands Stil gehalten sind. Ein Diktum, daß nur noch Teamautoren die
Taschenbücher zu schreiben hätten, verhinderte weitere Beiträge.
1980 stieß W. K. Giesa, der damals schon gut vierzig Heftromane in den
unterschiedlichsten Genres und unter einer Vielzahl von Pseudonymen veröffentlicht
hatte, zum MYTHOR-Team. Seine Ideenfülle führte schließlich dazu, daß er nach
William Voltz, Ernst Vlcek und Hans Kneifel mit Heft 182 die Exposégestaltung
übernahm. Leider konnte Giesa seine großangelegten Vorstellungen nicht mehr adäquat
umsetzen; mit Heft 192, »Sternenfall«, das aus seiner Feder stammte, wurde die Serie
mitten in der Handlung eingestellt.
Seither ist Werner Kurt Giesa, der zahlreichen Conbesuchern als »der Mann im weißen
Anzug und mit Cowboyhut« bekannt sein dürfte, neben seiner Tätigkeit für »Professor
Zamorra« noch in vielen weiteren Serien des phantastischen Bereiches tätig gewesen.
Neben Beiträgen für »Die Terranauten«, »Dämonenkiller«, »Terra Astra«, »Star-Gate«
und »Der Magier« (um nur einige zu nennen) umfaßt seine Bibliographie zahlreiche
Beiträge für »Jennifer«, »Trucker-King«, »Damona King« und andere »Mainstream«-
Reihen. Seine besondere Liebe gilt jedoch der Fantasy, wobei er sich besonders in
»Profesor Zamorra« verstärkt genreübergreifender Elemente bedient.
In letzter Zeit ist W. K. Giesa verstärkt für die Brand-Serien »Ren Dhark« und
»Raumschiff Promet« tätig und erfüllt sich damit den Jugendtraum, an den Universen
seines Freundes und Vorbildes mitarbeiten zu können. | |  |      |  |  | Mythor ist ein eingetragenes Warenzeichen der Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt. |